| Ein Gutes Foto |
| Geschrieben von: Frank Bick | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Frage was genau ein gutes Foto ist, füllt ganze Bücher, wovon ich hier mal lediglich eins empfehlen möchte, nämlich Andreas Feiniger "Die Hohe Schule der Fotografie" von 1961. Ich möchte hier der Ansicht widersprechen das Gute Fotos (gilt auch für Gemälde) Geschmacksache sind, denn es ist möglich Fotos objektiv zu bewerten. Um dies aber zu können, muss die Absicht des Fotografen und der Zweck des Fotos bekannt sein. Liegt also keine Einordnung und Beschreibung vor und der Fotograf knipst einfach alles was er "schön" oder "interessant" findet, so kann nur noch ein Aspekt der Fotografie bewertet werden, nämlich die technische Ausführung. In diesem Fall kann man nicht von Kunst, sondern lediglich von Kunsthandwerk sprechen, das Foto ist also eine möglichst realistische Illustration von Gegebenheiten. Von Kunst kann erst in dem Moment gesprochen werden wenn es zur Interpretation von Gegebenheiten kommt, was widerum voraussetzt das der Künstler Kenntnis des Gegenstands hat. Ein Künstler oder aber Profi muss folglich die Absicht haben Gegebenheiten zu verdeutlichen und erschafft Fotos oder Gemälde die diesem Zweck dienen. Dem Künstler liegt in meiner Definition eine allgemeingültige Botschaft öffentlichen Interesses am Herzen, also etwa politische, soziale oder ethische Ziele, während der Profi, z.B. der Berufsfotograf eine spezielle zielgerichtete Aufgabe eher nicht allgemeinen Interesses verfolgt, z.B. ein Werbefotograf hat die Aufgabe ein Produkt möglichst günstig abzubilden und ein Bildzeitungs-Reporter hat die Aufgabe einen Star möglichst ungünstig abzubilden. Beide Fotografen müssen daher gelegentlich ethische Aspekte missachten.
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